Sportwagen, die man sich leisten kann

0

Einzigartiges Fahrgefühl, hoher Komfort und ein schickes Design – ein Sportwagen überzeugt sowohl von innen als auch von außen auf ganzer Linie. Doch mit steigender PS-Zahl und einer exklusiven Ausstattung steigt der Preis meist rapide. Der Traum vom eigenen Sportwagen scheint in weite Ferne zu rücken.

Dabei gibt es mittlerweile viele Wege, sich den Traum doch zu erfüllen. Von günstig bis zum Neuwagen – wir stellen drei Varianten vor, wie Sie sicher zu Ihrem Traumauto finden.

Sportwagen mieten: Die günstige Alternative zum Kauf

Sportwagen unterscheiden sich in der Ausstattung enorm. Ursprünglich waren sie eigentlich nicht dafür gedacht, auch im Alltag genutzt zu werden. Doch die Zahl der Sportwagenbegeisterten wächst und nur die wenigsten können sich einen teuren Sportwagen als Zweitwagen leisten, dessen PS-Zahl nur an den Wochenenden ausgereizt wird. Alltagstauglichkeit und ein bequemes Fahren über längere Strecken rücken in den Fokus. Wer sich einen Sportwagen zulegen will, muss vorher Testen, ob der Wagen auch langfristig zum Lebensstil passt.

Testfahrten sind eine gute Möglichkeit, um einen ersten Eindruck vom Wagen zu gewinnen. Die Motorgeräusche, das Fahrfeeling und die Wendigkeit, mit der sich der Wagen in die Kurven legt sind einzigartig – schnell ist man vom Wagen überzeugt und würde ihn auf der Stelle mitnehmen. Da man jedoch erst nach einem längeren Zeitraum Aussagen über die Alltagstauglichkeit und den Komfort treffen kann, stellt die Automiete eine Alternative zum Testfahren dar.

Auch wer sich einen teuren Sportwagen nicht leisten mag, kann mit einem angemieteten Sportwagen ab und zu aufs Gas treten. Der Vorteil: Dadurch, dass der Sportwagen nicht alltäglich wird, geht der Spaß nicht verloren. Es ist immer wieder eine Freude, sich diese kleine Auszeit zu gönnen. Ein angemieteter Sportwagen ist immer in einem Top-Zustand. Mit Reinigung, Wartung und Versicherungen, die zusätzliches Geld kosten, muss man sich nicht beschäftigen. Zudem hat man stets eine breite Auswahl an vielen Modellen – es wird also nie langweilig!

Sportwagen für unter 50 000 Euro

Der Basispreis von einem Sportwagen liegt bei vielen Modellen schon weit über der 50 000 Euro Grenze. Die Hersteller lassen sich oft auch noch Ausstattungsmerkmale, die zu einem normalen Auto heute dazugehören zusätzlich bezahlen. Je mehr man selbst am Auto konfiguriert, desto teurer wird der Sportwagen am Ende. Für diejenigen, die weniger als 50 000 Euro Budget zur Verfügung haben oder sich gern für die ein oder andere zusätzliche Ausstattung etwas Geld sparen möchten, haben wir drei Modelle, die unter der 50 000 Euro Grenze liegen, herausgesucht:

Der Mazda MX 5-RF ist ein echter Klassiker. Seit Jahrzehnten gehört er zu einem der beliebtesten Roadstar. (#01)

Der Mazda MX 5-RF ist ein echter Klassiker. Seit Jahrzehnten gehört er zu einem der beliebtesten Roadstar. (#01)

Mazda MX-5 RF

Der Mazda MX 5-RF ist ein echter Klassiker. Seit Jahrzehnten gehört er zu einem der beliebtesten Roadstar. Und das liegt nicht nur an seinem unschlagbaren Basispreis von 29 900 Euro. Mit seiner herausragenden Fahrdynamik und dem über die Jahre kaum geändertem Design, stellt er das perfekte Spaßauto dar. Ausgestattet ist der Roadstar mit einem Zwei-Liter-Vierzylinder Motor und 160 PS. Dank der direkten Lenkübersetzung liegt er einfach in jeder Kurve gut. Der Mazda MX-5 RF macht Spaß – kommt aber beim Platzangebot an seine Grenzen. Der Zweisitzer ist im Innenraum eng bemessen.

Der Platz im Kofferraum reicht für einen großen Einkauf oder den nächsten Städtetrip kaum aus. Beim Mazda MX 5-RF handelt es sich um ein reines Spaßauto, welches mit dem neuen Hardtop auch ganzjährig gefahren werden kann. Für den Alltag ist dieser Wagen eher weniger zu empfehlen, mit seinem unschlagbaren Preis sei ihm dies aber verziehen.

Der Toyota GT86 bringt auch schon bei niedrigen Geschwindigkeiten hohen Fahrspaß mit sich.(#02)

Der Toyota GT86 bringt auch schon bei niedrigen Geschwindigkeiten hohen Fahrspaß mit sich.(#02)

Toyota GT86

Der Toyota GT86 bringt auch schon bei niedrigen Geschwindigkeiten hohen Fahrspaß mit sich. Das Sechs-Gang Getriebe überzeugt, jeder Gang geht flüssig ineinander über. Mit seinen 200 PS schafft es der Toyota GT86 in 7,6 Sekunden auf Tempo 100. Die Sportsitze des Wagens sind bequem und auch auf längeren Strecken bietet der Toyota GT86 ausreichend Platz. Auch der Kofferraum des Sportwagens ist akzeptabel. Das edle Design des komfortablen Sportwagens kann überzeugen.

Mit einem Preis von 32 000 für die Basisausstattung ist der Toyota GT86 ein solider Sportwagen, der auch im Alltag Spaß bringt.

 Der amerikanische Klassiker ist für jeden geeignet, der schon immer von einem Ford Mustang geträumt hat und einen Fabel für die amerikanische Bauweise besitzt. (#03)

Der amerikanische Klassiker ist für jeden geeignet, der schon immer von einem Ford Mustang geträumt hat und einen Fabel für die amerikanische Bauweise besitzt. (#03)

Ford Mustang GT

Retro Design mit neuster Technik – 412 PS und 8 Zylinder für 44 000 Euro gibt es beim Ford Mustang GT. Der Sound des Ford Mustang GT lässt bei jedem Sportwagenfan Gänsehaut über den Rücken laufen, wenn er zum ersten Mal auf den Startknopf drückt. Der amerikanische Klassiker ist für jeden geeignet, der schon immer von einem Ford Mustang geträumt hat und einen Fabel für die amerikanische Bauweise besitzt. Der „Oldtimer“ unter den Sportwagen ist nämlich alles andere als wendig. Von Kofferraum kann bei diesem Objekt der Begierde kaum die Rede sein – der Ford Mustang ist und bleibt ein Retro-Wagen für den man Begeisterung zeigen muss.

Der Listenpreis vieler Sportwagen liegt meist über 50 000 Euro. Mit einer soliden Ausstattung steigt der Preis noch weiter in die Höhe. Einige Händler bieten aber exklusive Rabatte auf den Listenpreis an. Mit etwas Glück können Sie bei Ihnen teurere Modelle für weniger als 50 000 Euro ergattern.

Sportwagen gebraucht kaufen: Das gilt es zu beachten

Am Markt gibt es viele Sportwagen, die nur wenige Jahre alt sind und einen niedrigen Kilometerstand aufweisen. Mit etwas Glück und guter Kenntnis kann man sowohl offline als auch online am Gebrauchtwagenmarkt Sportwagen in einem Top-Zustand für wenig Geld ergattern. Folgende Tipps sollten Sie bei Ihrer Suche berücksichtigen:

Der Wagen glänzt, der Kilometerstand ist niedrig und auf den ersten Blick sind keine Schäden zu erkennen: Ein Glücksgriff!

Der Wagen glänzt, der Kilometerstand ist niedrig und auf den ersten Blick sind keine Schäden zu erkennen: Ein Glücksgriff! (#04)

Aufs Erscheinungsbild achten

Das erste Erscheinungsbild trügt oft. Gucken Sie sich genau an, ob der Wagen Roststellen oder unregelmäßige Lackierungen aufweist. Die Anschaffung eines Lackdichteprüfgeräts kann sich auszahlen. Dies kostet um die 100 Euro, kann sie aber vor vertuschten Unfallschäden bewahren. Weist eine Stelle am Auto eine andere Lackschicht auf als der Rest, kann von einem Unfall ausgegangen werden. Üblicherweise schaut man sich auch nicht nur einen Sportwagen vor dem Kauf an, die 100 Euro sind daher gut investiertes Geld.

Probe fahren

Beim Probefahren finden Sie heraus, ob der Wagen geschmeidig fährt. Die Motorhaube sollte vor Fahrtantritt kalt sein, nur so gehen Sie sicher das der Wagen nicht schon warmgefahren wurde. Prüfen Sie, ob die Gangschaltung leichtgängig ist. Testen Sie auch die Elektronik, wie Klimaanlage, Scheinwerfer, Scheibenwischer, Radio oder Sitzheizung. Nach der Fahrt sollten Sie noch einmal um das Auto herumgehen, um nachzusehen, ob Motoröl, Brems- oder Kühlflüssigkeit austreten. Machen Sie die Probefahrt möglichst ohne den Händler – so ist es Ihnen möglich, den Sportwagen auf einem Parkplatz noch einmal allein genauer unter die Lupe zu nehmen.

Nicht vom ersten Eindruck täuschen lassen

Der Wagen glänzt, der Kilometerstand ist niedrig und auf den ersten Blick sind keine Schäden zu erkennen: Ein Glücksgriff! Doch aufgepasst, Autoverkäufer spielen gerade bei Sportwagenfans mit der Leidenschaft. Lassen Sie sich nicht von Ihren Emotionen leiten und bedenken Sie den Kauf gut. Es gilt: nicht sofort anmerken lassen, dass der Wagen einem ausgezeichnet gefällt. Je weniger Begeisterung Sie zeigen desto eher können Sie den Preis verhandeln.

Einzigartiges Fahrgefühl, hoher Komfort und ein schickes Design – ein Sportwagen überzeugt sowohl von innen als auch von außen auf ganzer Linie. (#05)

Einzigartiges Fahrgefühl, hoher Komfort und ein schickes Design – ein Sportwagen überzeugt sowohl von innen als auch von außen auf ganzer Linie. (#05)

Experten zu Rate ziehen

Auch wenn man sich in seiner Freizeit viel mit Autos beschäftigt, bevor es ernst wird, sollte der Sportwagen von einem Experten geprüft werden. Fragen Sie ob der Händler einverstanden ist, den Wagen von einem unabhängigen Prüfer durchchecken zu lassen. Lehnt er ab, ist das ein erster Hinweis auf mögliche Ungereimtheiten. Profis aus Werkstätten, Prüforganisationen oder Prüfdienste von Automobilclubs prüfen das Fahrzeug auf Herz und Nieren. Wer einen echten Oldie kaufen möchte, sollte außerdem einen Experten mit Fachwissen für diese spezielle Autoreihe mitbringen – dieser weiß genau, welche Baureihe zuverlässig und bei welchen Modellen häufiger Probleme auftreten.

Papiere penibel prüfen

Die Fahrzeugpapiere enthalten eine Menge Informationen, die für Sie wichtig sein können. Je nachdem wie alt der Wagen ist, ist es meist kein gutes Zeichen, wenn schon viele Vorbesitzer eingetragen sind. Auch wenn der Verkäufer keinen plausiblen Grund nennen kann, warum er den Wagen nach kurzer Zeit wiederverkauft, weist dies eher daraufhin, dass er mit dem Wagen unzufrieden ist.

Weitere wichtige Dokumente:

Inspektionsscheckheft: Beinhaltet Information über regelmäßige Wartungsarbeiten letzter HU-Bericht: Gibt Aufschluss über den Zustand des Autos bei der letzten Prüfung. Es besteht eine Pflicht diese bis zur nächsten Untersuchung aufzubewahren. Lassen Sie sich nicht abwimmeln, wenn der Händler diese angeblich nicht mehr besitzt.
Kaufvertrag: In ihm sollten alle Informationen zu Käufer und Verkäufer, sowie Kaufsumme und Unterschriften festgehalten werden.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild:  Zavatskiy Aleksandr -#01: Ed Aldridge  -#02: Konstantin Viberg -#03: Teddy Leung -#04: Grzegorz Czapski -#05: Darren Brode

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

Leave A Reply