Auspuff-Reparaturkosten: So viel kostet ein neuer Auspuff

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Bei der Hauptuntersuchung der Schock: Der Auspuff ist defekt! Jetzt kommen hohe Auspuff-Reparaturkosten auf Sie zu. Was wie viel kostet, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Auspuff-Reparaturkosten: Dafür fallen Kosten an

Das Auto ist nach wie vor des Deutschen liebstes Kind und dieses lassen sich die meisten Autobesitzer auch gern etwas kosten. Ärgerlich sind allerdings Auspuff-Reparaturkosten, mit denen niemand gerechnet hat. Diese können für den Schalldämpfer ebenso anfallen wie für den Krümmer oder für das Endrohr. Die Reparatur der einzelnen Teile ist unterschiedlich aufwendig und damit verschieden teuer.

Problematisch ist, dass die Abgasanlage vergleichsweise ungeschützt am Boden des Fahrzeugs angebracht ist. Hier ist sie Schmutz und Streusalz ausgesetzt und kann sogar mit Hindernissen auf der Straße kollidieren.

Die folgenden Symptome weisen darauf hin, dass Sie die Auspuffanlage fachgerecht reparieren lassen sollten:

  • Seltsame Geräusche kommen aus Richtung Abgasanlage
  • Am Endrohr zeigen sich deutliche Rostspuren
  • Es treten vermehrt Rückstöße auf
  • Das Auto riecht streng nach Abgasen oder faulen Eiern
  • Das Auto ist weniger leistungsfähig
  • Das Fahrzeug springt nicht wie gewohnt an
  • Der Motor ist sehr laut
  • Der Motor überhitzt
  • Die Motorwarnleuchte zeigt ein Problem an
  • Der Kraftstoffverbrauch ist deutlich höher
  • Am Schalldämpfer zeigen sich Rußablagerungen

Alle diese Anzeichen können für eine defekte Abgasanlage stehen. Die Reparaturkosten sollten Sie nicht scheuen, denn angesichts der Gefahr der Überhitzung des Motors, des gestiegenen Kraftstoffverbrauchs und der geringeren Leistung sind diese Kosten ein untergeordnetes Problem.

Die folgenden Symptome weisen darauf hin, dass Sie die Auspuffanlage fachgerecht reparieren lassen sollten ( Foto: Shutterstock- _Meawpong3405 )

Die folgenden Symptome weisen darauf hin, dass Sie die Auspuffanlage fachgerecht reparieren lassen sollten ( Foto: Shutterstock- _Meawpong3405 )

Warum kann die Abgasanlage defekt sein?

Ob die Abgasanlage defekt oder nur an einer kleinen Stelle undicht ist, kann die Werkstatt umgehend feststellen, wenn Sie Ihr Fahrzeug zur Reparatur geben. Sicherlich können Sie kleine Reparaturen am Auspuff selbst vornehmen, allerdings setzen solche Tätigkeiten eine gewisse handwerkliche Fähigkeit und das nötige Fachwissen voraus.

Gerade bei umfangreichen Schäden ist es in jedem Fall ratsam, die Werkstatt hinzuzuziehen. . Der Preis für die Auspuff-Reparatur ist deutlich geringer, als jener für größere Schäden am Fahrzeug.

Schäden können unter anderem durch diese Prozesse entstehen:

  • Rost und Salze sowie Säuren verursachen kleine Löcher und Risse
  • Materialermüdung und mechanische Belastung sorgen für die Lockerung von Aufhängungen
  • Korrosion verursacht weitere Schäden am Fahrzeug
  • Einzelne Teile der Auspuffanlage brennen durch (u. a. Schalldämpfer und Katalysator)
  • Katalysator setzt sich zu
  • keramisch-metallischer Kern des Katalysators bricht

Ein weiteres Problem für die Abgasanlage und ein Grund für teils hohe Reparaturkosten ist der Kraftstoff. Ist dieser nicht geeignet oder verunreinigt, bleiben grobe Partikel im Abgas zurück. Diese setzen nach und nach den Katalysator zu.

All diese Probleme betreffen die gesamte Auspuffanlage, was wiederum erklärt, warum es oft besser ist, einen vollständigen Tausch durchzuführen. Es ist bei einigen Teilen lediglich eine Frage der Zeit, bis sie ebenfalls Defekte aufweisen.

Lassen Sie die Reparatur nicht durchführen, ist es möglich, dass Sie einen hohen Preis dafür bezahlen müssen. Im schlimmsten Fall können Teile der Anlage abfallen und zur Gefahr des nachfolgenden Verkehrs werden.

Außerdem besteht das Risiko, dass giftige Abgase in den Fahrerraum dringen und dort eine ernsthafte Gesundheitsgefahr darstellen. Daher: Bereits beim Verdacht, dass Teile der Auspuffanlage undicht sein könnten, die nächste Werkstatt aufsuchen.

Der Auspuff gilt als Verschleißteil, daher müssen alle Autobesitzer früher oder später mit entsprechenden Auspuff-Reparaturkosten rechnen.  ( Foto: Shutterstock- k_Jacob Lund)

Der Auspuff gilt als Verschleißteil, daher müssen alle Autobesitzer früher oder später mit entsprechenden Auspuff-Reparaturkosten rechnen. ( Foto: Shutterstock- k_Jacob Lund)

In dieser Höhe entstehen Auspuff-Reparaturkosten

Der Auspuff gilt als Verschleißteil, daher müssen alle Autobesitzer früher oder später mit entsprechenden Reparaturkosten rechnen. In welcher Höhe diese aber anfallen, hängt von dem Teil ab, das defekt oder undicht ist, sowie vom Fabrikat des Fahrzeugs ab. Vor allem die Kosten für den Katalysator sind je nach Werkstatt und Fahrzeughersteller verschieden. Sie sollten in jedem Fall mindestens 250 Euro für die Reparatur einplanen, wobei selbst Auspuff-Reparaturkosten bis zu 1000 Euro üblich sind.

Vor oder hinter dem Katalysator befindet sich die Lambdasonde, welche den restlichen Sauerstoffgehalt in den Abgasen mit dem in der umliegenden Luft vergleicht. Liegt hier ein Defekt vor, muss dieser umgehend behoben werden, da der Katalysator seiner Reinigungsleistung nicht mehr genügend nachkommen kann.

Die Kosten für den Wechsel der Lambdasonde liegen bei einem Klein- bis Mittelklassewagen bei bis zu 250 Euro; Autos gehobener Klassen sind auch in diesem Punkt deutlich kostenintensiver. Im Vergleich zu vielen anderen Reparaturkosten im Bereich der Abgasanlage sind diese aber gering, weil der Arbeitsaufwand niedriger ist. Die Sonde wird meist nur abgeklemmt und kann direkt ausgetauscht werden – es ist keine aufwendige Reparatur nötig.

Muss der End- oder Hauptschalldämpfer gewechselt werden, kann dies Reparaturkosten von bis zu 400 Euro für einen Kleinwagen verursachen. Mittelklassewagen schlagen hier mit ca. 500 Euro zu Buche. Mit jeder Fahrzeugklasse wird es um rund 100 Euro teurer; der Preis hängt damit an der Fahrzeugmarke, an der Werkstatt und am Fahrzeugtyp.

Muss der Vor- oder Mittelschalldämpfer gewechselt werden, ist das zu 75 Prozent günstiger möglich: Bei einem Kleinwagen kostet die Reparatur nur rund 100 Euro. Richtig teuer wird es aber, wenn die komplette Auspuffanlage gewechselt werden muss. Tauscht die Werkstatt alle Rohre, die sich ab dem Katalysator befinden, aus, kostet Sie das bei einem Kleinwagen rund 600 Euro. In der gehobenen Mittelklasse werden bis zu 1.500 Euro fällig.

Muss der Vor- oder Mittelschalldämpfer gewechselt werden, ist das zu 75 Prozent günstiger möglich: Bei einem Kleinwagen kostet die Reparatur nur bis zu 100 Euro. Richtig teuer wird es aber, wenn der komplette Auspuff gewechselt werden muss. Tauscht die Werkstatt alle Rohre, die sich ab dem Katalysator befinden, aus, kostet Sie das bei einem Kleinwagen rund 600 Euro. In der gehobenen Mittelklasse werden bis zu 1.500 Euro fällig.

Allerdings gibt es auch Probleme für Halter älterer Fahrzeuge, denn je älter ein Auto ist, desto teurer wird häufig die Reparatur. Sie können davon ausgehen, dass ein Auto, welches mindestens 10 Jahre alt ist, um einiges höherpreisiger repariert werden muss. Viele Teile sind von den Herstellern für diesen Typ gar nicht mehr erhältlich: Teilweise müssen die Werkstätten erfinderisch werden, um Defekte zu beheben. Der Preis mag dann zwar gerechtfertigt sein, tut jedoch dennoch weh.

In bestimmten Intervallen müssen auch die Verbindungsrohre gewechselt werden, damit die Abgasanlage wirklich dicht ist. Durch eine einfache Sichtprüfung wird festgestellt, ob ein Rohr undicht ist oder nicht. Auf Grundlage dessen wird über einen nötigen Austausch entschieden. Sind Roststellen oder gar Löcher erkennbar, führt kein Weg am Austausch der Rohre vorbei.

Die Auspuff-Reparaturkosten für solche Einzelteile sind jedoch überschaubar und können mit 30 bis 50 Euro gedeckt werden. Dazu kommen aber noch die Arbeitskosten. Die Stunden summieren sich hier deutlich weniger als bei aufwendig zu wechselnden Teilen, denn die Verbindungsrohre sind gut erreichbar und erfordern keine umfassende Demontage des betreffenden Fahrzeugbereichs.

Schwieriger ist es mit dem Krümmer, wenn dieser an den Motor angeflanscht worden ist. Häufig treten hier Risse auf, welche sich durch die dauernde thermische Belastung ergeben. Der Wechsel dauert zwischen zwei und drei Stunden, die Kosten für den neuen Krümmer belaufen sich auf 400 bis 600 Euro.

Wer sparen will, setzt nicht zwingend auf Originalteile. Sicherlich ist es für den Werterhalt des Fahrzeugs besser, nur Originalteile zu verbauen, zumal diese für den Erhalt der Garantie bei jungen Gebrauchten meist sogar vorgeschrieben sind. ( Foto: Shutterstock-  Lopolo )

Wer sparen will, setzt nicht zwingend auf Originalteile. Sicherlich ist es für den Werterhalt des Fahrzeugs besser, nur Originalteile zu verbauen, zumal diese für den Erhalt der Garantie bei jungen Gebrauchten meist sogar vorgeschrieben sind. ( Foto: Shutterstock- Lopolo )

Wichtige Tipps zum Sparen

Wer sparen will, setzt nicht zwingend auf Originalteile. Sicherlich ist es für den Werterhalt des Fahrzeugs besser, nur Originalteile zu verbauen, zumal diese für den Erhalt der Garantie bei jungen Gebrauchten meist sogar vorgeschrieben sind. Wer aber auf das Geld schauen und sparen will, kann auch sehr gut passende Ersatzteile anderer Hersteller einbauen lassen. Diese kosten oft nur die Hälfte bis zwei Drittel der Originalteile, stehen diesen qualitativ aber meist in nichts nach.

Achten Sie bei der Entscheidung für oder gegen Originalteile aber auf die Meinung der Fachleute in der Werkstatt: Teilweise kann es sein, dass der Einbau von Alternativteilen mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden ist, weil deren Passform nicht exakt kompatibel ist. Das wiederum bedeutet, dass sich die Arbeitsstunden und die damit verbundenen Kosten in der Werkstatt erhöhen.

Ebenfalls kann es ratsam sein, im Zuge einer Reparatur die gesamte Auspuffanlage wechseln zu lassen. Wenn ein Teil defekt ist und ausgetauscht wird, stellt sich häufig bald der nächste Schaden ein. Wieder muss ein Teil gewechselt werden und wieder fallen Werkstattkosten an. Auch wenn es auf den ersten Blick unnötig und teurer erscheint, ist der Wechsel der gesamten Auspuffanlage in einigen Fällen doch günstiger.

Des Weiteren sollten Sie darauf achten, schnell zu handeln. Ist der Auspuff defekt, hören Sie dies am Klang des Fahrzeugs, der Motor wird lauter und hört sich einfach „kaputt“ an. Der schöne Klang des geliebten Autos ähnelt mehr und mehr einer Blechdose. An diesem Punkt ist schnelles Handeln nötig. Ihr Auto wird immer weniger leistungsfähig, dabei aber zum wahren Spritfresser.

Sobald Sie die ersten Anzeichen eines derartigen Auspuff-Problems wahrnehmen, sollten Sie in der Werkstatt vorbeischauen. Ist die Abgasanlage nicht die Ursache für die veränderte Geräuschkulisse, finden die Fachleute die entsprechende Quelle.

Gleichzeitig wird der Auspuff permanent von außen belastet: Schmutz, Wasser, Streusalz und hochgeschleuderte Gegenstände setzen dem Auspuff zu. ( Foto: Shutterstock- _Vadim Georgiev )

Gleichzeitig wird der Auspuff permanent von außen belastet: Schmutz, Wasser, Streusalz und hochgeschleuderte Gegenstände setzen dem Auspuff zu. ( Foto: Shutterstock- _Vadim Georgiev )

Die Feinde eines Auspuffs

Unterschiedliche Faktoren sorgen dafür, dass aus einem intakten Auspuff eine defekte Abgasanlage wird. Teilweise verbleiben zum Beispiel Rückstände aus dem Verbrennungsprozess im Inneren des Auspuffs. Diese verbinden sich mit dem Kondenswasser zu einer chemischen Säure, die die Auflösung des Auspuffs vorantreibt.

Gleichzeitig wird der Auspuff permanent von außen belastet: Schmutz, Wasser, Streusalz und hochgeschleuderte Gegenstände setzen dem Auspuff zu. Teilweise sind es auch Aufhängegummis, die durchgerissen sind. Sie ergeben das typische Bild des Auspuffs, der nach unten hängt. Die Verwendung der flexiblen Aufhängung ist aber nötig, damit die Schwingungen der Abgase abgefangen werden können.

Ein weiteres Problem für die Abgasanlage und ein Grund für teils hohe Auspuff-Reparaturkosten ist der Kraftstoff. Ist dieser nicht geeignet oder verunreinigt, bleiben grobe Partikel im Abgas zurück. Diese setzen nach und nach den Katalysator zu. All diese Probleme betreffen die gesamte Auspuffanlage, was wiederum erklärt, warum es oft besser ist, einen vollständigen Tausch durchzuführen. Es ist bei einigen Teilen lediglich eine Frage der Zeit, bis sie ebenfalls Defekte aufweisen und diese Zeit beschränkt sich nicht selten auf wenige Wochen.

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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