Thomas Laudenbach sieht Chancen für neuen Formel-E-Nachwuchs Saison 2027

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Im Rahmen des offiziellen Rookie-Trainings fahren Ayhancan Güven und weitere neun Piloten jeweils vierzig Minuten im Porsche 99X Electric auf dem Stadtkurs von Miami. Diese Session bietet eine praxisorientierte Einführung in das fortgeschrittene Energiemanagement der Formel E und erlaubt den Teams, Talente unter Rennbedingungen zu bewerten. Porsche AG setzt diese Maßnahme ein, um Testinfrastruktur effizient zu nutzen, Budgets zu kontrollieren und potenzielle Nachwuchsfahrer zu fördern und langfristige Strategien zu entwickeln.

Formel-E-Debütanten testen Energie-Management in Porsche 99X Electric in Miami

Zehn Piloten ohne Formel-E-Erfahrung absolvieren am 30. Januar eine verpflichtende 40-Minuten-Trainingsrunde im Porsche 99X Electric auf dem Miami Street Circuit. Diese Rookie-Einheit vermittelt essenzielle Kenntnisse über Batterieentladung, Rückgewinnung und Leistungsregelung. Unter Rennbedingungen testen Fahrer Setup-Varianten, optimieren Bremsbalance und entwickeln ein Gespür für vollelektrische Dynamik. Die erhobenen Telemetriedaten liefern den Teams belastbare Vergleichskennzahlen und bilden die Grundlage für weitere Fördermaßnahmen der Nachwuchskräfte.

Hohes Energiemanagement und Budgetlimit fordern Belastbarkeit der Rookie-Fahrer erheblich

Der Gesamtprojektleiter Formel E bei Porsche AG, Florian Modlinger, unterstreicht, dass die Anzahl der Testtage und das dafür vorgesehene Budget eines strengen Rahmens unterliegen. Durch das Energiemanagement während der Sessions sowie die hohe mentale Belastung reduziert sich die Zahl potenzieller Kandidaten merklich. Um diesem Umstand entgegenzuwirken, wurden verpflichtende Rookie-Sessions etabliert, die eine strukturierte, realitätsnahe Plattform bieten, um neue Talente zu identifizieren, zu schulen und systematisch auf ihre Einsätze in der Formel E vorzubereiten.

Formel E Nachwuchskader nutzt vielfältige Testformate zur Leistungsoptimierung kontinuierlich

Formel-E-Teams setzen auf ein vielschichtiges Nachwuchskonzept, das über die Saison hinaus das verpflichtende Rookie-Training mit exklusiven Testtagen für Pilotinnen und intensiven weiteren Rookie-Tests kombiniert. Beim Berlin E-Prix im Juli sammelte Ayhancan Güven erstmals Rennerfahrung im Porsche 99X Electric. Er erzielte am Ende der Testsession die zweitbeste Rundenzeit und dokumentierte damit nicht nur sein enormes fahrerisches Potenzial, sondern auch die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der verwendeten Testplattform nachhaltig und lieferte wertvolle Testdaten.

Porsche-Nachwuchskader: Güvens Simracing-Erfahrung übernimmt entscheidende Rolle im schnellen Lernprozess

Der Projektleiter Modlinger würdigt Güvens fundierte Förderung im Porsche-Nachwuchskader, sein professionelles Mindset und seine herausragende Simracing-Expertise. Trotz fehlender Formel-Erfahrungen erzielte der ehemalige DTM-Champion im Testbetrieb des 99X Electric durchgehend Spitzenwerte und übertraf interne Benchmarks. Seine systematische Simulatorarbeit steht exemplarisch für den zukunftsgerichteten Testansatz der vollelektrischen Rennserie und beschleunigt erheblich die Integration in anspruchsvolle Energiemanagementprozesse.

Laudenbach betont Rolle zusätzlicher Fahrzeuge für effektive junge Fahrerentwicklung

Thomas Laudenbach, seit Kurzem Leiter Porsche Motorsport, erklärt, dass ab der Saison 2026/2027 zwei zusätzliche Formel-E-Autos im Werksaufgebot berücksichtigt werden, um das Nachrücken junger Fahrer zu unterstützen. Ayhancan Güven wiederum muss für die offizielle FIA-Lizenz in der WEC bei Manthey antreten. Porsche stellt die nötigen Ressourcen zur Verfügung, darunter Ingenieure, Datenanalysten und Fahrzeugtechnik. Mit seinem nächsten Auftritt in Miami steht ein weiterer Leistungstest an, auf den die Mannschaft gespannt blickt.

Einheitliche Testkilometerförderung sichert faire Bedingungen und effizienten, strukturierten Nachwuchsaufbau

Mit den verpflichtenden Rookie-Sessions sichert Porsche eine gleichmäßige Zuteilung der Testkilometer unter allen Teams und vermeidet isolierte Prüfprogramme, was zu Kosteneinsparungen führt. Gleichzeitig sammeln angehende Fahrer praxisnahe Erfahrungen im Energiemanagement volelektrischer Rennwagen unter echten Streckenbedingungen. Die Initiative dient als zentrale Plattform für Talentsichtung, indem sie Simracing-Experten, DTM-Champions und Neulinge der Formel E integriert. Porsche baut dadurch eine nachhaltige Förderstruktur auf, optimiert Ressourcen und sichert langfristig seine Wettbewerbsposition. Innovation, Effizienz, Talentförderung.

Porsche erweitert Talente-Pool mit gezielten Rookie-Sessions und Testformaten kontinuierlich

Die Rookie-Trainings mit dem Porsche 99X Electric beim Miami E-Prix bieten eine standardisierte Testumgebung zur Evaluierung neuer Piloten. Innerhalb der 40-minütigen Sessions lernen Fahrer das komplexe Energiemanagementsystem, sammeln Telemetrie-Daten und optimieren individuelle Fahrstile. Ayhancan Güven profitiert von der Kombination aus Simracing-Datenbanken und Ontrack-Erfahrung. Für die Teams entstehen belastbare Datensätze, während festgelegte Budgets effizientes Ressourcenmanagement gewährleisten. Porsche Motorsport etabliert so einen methodischen Ansatz zur Identifikation und Förderung junger Talente.

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