Im Mai 2026 starten Rheinmetall, MIRA und die Rheinbahn einen gemeinsamen Pilotbetrieb für ein teleoperiertes Shuttle am Flughafen Düsseldorf. Über eine öffentliche Route zwischen Bahnhof, EUREF-Campus und Terminal wird das Fahrzeug unter realen Verkehrsbedingungen getestet. Ein Safety Driver an Bord gewährleistet die Sicherheit und sammelt validierte Betriebsdaten. Ziel ist die Evaluation der Teleoperation als Schlüsseltechnologie für flexible On-Demand-Angebote im städtischen Nahverkehr und die Vorbereitung künftiger automatisierter Mobilitätslösungen innovativ und ressourcenschonend.
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Teleoperiertes Shuttle startet ab Mai 2026 am Flughafen Düsseldorf
Ab Mai 2026 führen Rheinmetall, MIRA GmbH und Rheinbahn AG einen Pilotbetrieb mit einem teleoperierten Shuttle am Flughafen Düsseldorf durch. Die Teststrecke verbindet den Flughafen-Bahnhof über den EUREF-Campus mit dem Terminal und kehrt auf öffentlichen Straßen zum Ausgangspunkt zurück. Ein Safety Driver begleitet jede Fahrt, überwacht Prozessabläufe und greift bei Bedarf ein. Ziel des Projekts ist, Teleoperationstechnologien zu erproben und als Grundlage für flexible On-Demand-Angebote im städtischen Nahverkehr effizient weiterzuentwickeln.
Ferngesteuertes Shuttle fährt ab Mai 2026 auf Düsseldorfer Flughafenroute
Auf der XPONENTIAL Europe geben Rheinmetall, MIRA GmbH und Rheinbahn AG bekannt, dass sie ab Mai 2026 ein teleoperiertes Shuttlefahrzeug erproben werden. Die Fahrtstrecke führt im öffentlichen Straßenraum vom Flughafen-Bahnhof zum EUREF-Campus und weiter zum Terminal sowie zurück. Ziel des Pilotbetriebs ist es, unter realen Verkehrsbedingungen umfassende Erkenntnisse zur Systemzuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit zu gewinnen und belastbare Daten für die Weiterentwicklung flexibler On-Demand-Verkehre zu erheben sowie mögliche Optimierungspotenziale genau zu analysieren.
Teleoperation steuert urbane On-Demand-Shuttles präzise und wirtschaftlich aus Leitstand
Die Teleoperation bildet den Kern des Pilotbetriebs, indem Fachkräfte das Shuttle aus einer zentralen Leitstelle steuern und dabei permanent Sensordaten sowie Kamerabilder analysieren. Über Echtzeitkommunikation reagieren sie auf Verkehrs- und Umgebungsbedingungen, regulieren Geschwindigkeit und Route und gewährleisten Sicherheit. Durch diese Remote-Bedienung entstehen flexible On-Demand-Verkehre in städtischen Gebieten, die ohne Fahrpersonal direkt vor Ort auskommen und gleichzeitig wirtschaftliche Effizienz sowie gesteigerte Einsatzmöglichkeiten bieten. Sie optimieren Flotteneinsätze, indem sie deutlich Ressourcenbedarf reduzieren.
Safety Driver sichert Fahrten, Partner prüfen Verbindungslatenz und Ausfallsicherheit
Ein Safety Driver überwacht kontinuierlich alle Fahrten, um bei unerwarteten Situationen sofort eingreifen zu können. Parallel dazu analysieren die Projektpartner permanent die Qualität der Telemetrieverbindung zwischen Leitstelle und Fahrzeug, messen die Latenzzeiten und testen die Robustheit und Systemstabilität der Steuerungssoftware gegen Ausfälle. Ziel dieser Maßnahmen ist es, einen durchgehend dauerhaften verlässlichen Betrieb rund um die Uhr zu gewährleisten, selbst bei schwankenden Netzbedingungen oder widrigen Wetterlagen und unvorhersehbaren Einflüssen.
Düsseldorfer Teststrecke integriert Ampel-, Schienen-, Businfrastruktur via standardisierten Interfaces
Die Teststrecke wird direkt in das bestehende Verkehrsmanagement der Landeshauptstadt Düsseldorf eingebunden und nutzt dabei die örtliche Leitstelleninfrastruktur. Über standardisierte Schnittstellen erfolgt eine nahtlose Anbindung von Ampelsteuerungen, Schienenfahrwegen und Buslinien. In Echtzeit werden Verkehrsdaten abgefragt, Signalisierungsbefehle koordiniert und Rückmeldungen verarbeitet. Damit demonstriert das Projekt anschaulich, wie Teleoperation reibungslos in vorhandene ÖPNV-Leitsysteme integriert wird und zugleich die Betriebssicherheit erhöht. Außerdem zeigt der Testbetrieb, wie modulare Erweiterungen künftig unkompliziert implementiert werden können.
Befragungen und Beobachtungen zeigen Passagiervertrauen, Komfort und Informationsbedarf präzise
Durch systematische Umfragen und detaillierte Beobachtungen werden Passagierreaktionen und Rückmeldungen erfasst. Im Zentrum stehen dabei das Vertrauen in die Technologie, der wahrgenommene Komfort während der Fahrt und die Qualität der Informationsangebote an Bord. Darüber hinaus werden Erwartungen, Vorbehalte und Verbesserungsvorschläge dokumentiert. Die gewonnenen Daten ermöglichen eine umfassende Analyse der Nutzerakzeptanz teleoperierter Verkehrsmittel im ÖPNV. Auf dieser Grundlage lassen sich bedarfsgerechte Anpassungen vornehmen und langfristige Einführungsstrategien entwickeln. fundierte Handlungsempfehlungen und Optimierungsansätze
Partner analysieren Kosten pro Kilometer, Leitstandpersonal, Flottenausbauspotenziale teleoperierter Shuttles
Die Partner bewerten technische Kennzahlen gemeinsam mit betriebswirtschaftlichen Aspekten. Sie ermitteln Kosten pro Kilometer unter Berücksichtigung von Fahrzeugwartung, Energieverbrauch und Infrastruktur. Zusätzlich analysieren sie den Personalaufwand im Leitstand für Steuerungs- und Überwachungsaufgaben. Auf Basis dieser Daten prüfen sie Potenziale zur Erweiterung der Fahrzeugflotte und optimieren Flottenmanagementstrategien. Ziel ist es, belastbare Entscheidungsgrundlagen zu schaffen, welche die Bedingungen für eine ökonomisch attraktive Teleoperation festlegen und eine Übertragbarkeit auf neue Strecken ermöglichen langfristig.
PoQuaSIA entwickelt hochsichere skalierbare Cloud-Plattform für Echtzeit-Fahrzeugsteuerung im ÖPNV
Im Rahmen des Forschungsprojekts PoQuaSIA entsteht eine modular aufgebaute Cloud-Architektur inklusive IoT-Schnittstellen, die hochverfügbare Kommunikation zwischen Leitstand und Fahrzeugflotte sicherstellt. Parallel ausgeführte Steuerungsprozesse erlauben das synchrone Führen mehrerer Shuttles in Echtzeit. Ein integriertes Echtzeit-Flottenmanagement überwacht Fahrzeugzustand, Position und Verkehrsbedingungen kontinuierlich und überträgt gesammelte Telemetriedaten an den Leitstand. Diese Infrastruktur bildet die technische Basis für skalierbare teleoperierte oder autonome Angebote im öffentlichen Personennahverkehr und gewährleistet niedrige Latenzzeiten bei gleichzeitig hoher Ausfallsicherheit.
EU-Initiative 8ra startet Pilotbetrieb für digitale Resilienzplattform sicherheitskritischer Anwendungen
Der Pilotbetrieb ist eingebettet in die EU-Initiative 8ra und wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie finanziell unterstützt. Das Projekt PoQuaSIA entwickelt eine digitale Resilienzplattform, die sicherheitskritische Anwendungen in Echtzeit überwacht und absichert. Dabei werden Methoden und Technologien erprobt, die später auf Logistikprozesse, landwirtschaftliche Betriebe und verschiedene Mobilitätsdienste ausgeweitet werden können. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen als Best Practices dienen und künftige Systeme robuster und effizienter gestalten zukunftsweisend, skalierbar, integriert.
Düsseldorfer Teleoperations-Pilot: Flexibler, sicherer und wirtschaftlicher ÖPNV im Testbetrieb
Der Düsseldorfer Pilotbetrieb veranschaulicht, welche Potenziale Teleoperation im öffentlichen Nahverkehr eröffnet: Durch Erprobungen unter realen Bedingungen, die nahtlose Einbindung in bestehende Leit- und Verkehrsinfrastrukturen sowie den Einsatz einer hochverfügbaren Cloud-Technologie entstehen belastbare Grundlagen für flexible On-Demand-Shuttleflotten. Diese innovative Kombination erhöht die Betriebssicherheit, reduziert Personalkosten und ermöglicht eine wirtschaftliche Skalierung. Gleichzeitig werden Personalengpässe im ÖPNV gemindert und der Weg für künftige autonome Mobilitätsangebote in urbanen Räumen geebnet. Zudem erlaubt sie Echtzeitüberwachung.

