Zum Jubiläum der Freiburger Straßenbahn organisiert die VAG am Mittwoch, 14. Oktober, eine Sonderfahrt ohne Fahrpreis. Anlass ist die Eröffnungsfahrt vor 125 Jahren. Der Triebwagen 56 aus dem Jahr 1927 und der GT8K Pepsi-Bahn fahren als Einheit nacheinander durch Freiburg. Auf dem Programm stehen unterschiedliche Stadtteile, Streckenabschnitte und Haltestellen. Musik an Bord sowie kleine Geschenke erweitern die Präsentation. Nach der Rundfahrt treffen die Fahrzeuge am Abend an der Lorettostraße ein.
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Freiburgs Straßenbahn feiert Eröffnungsfahrt mit kostenloser historischer Doppelfahrt öffentlich
Seit der Eröffnungsfahrt am 14. Oktober 1901 gehört die Straßenbahn zur Freiburger Verkehrsgeschichte. Die VAG macht dieses Jubiläum durch eine öffentliche Sonderfahrt sichtbar, bei der zwei historische Fahrzeuge gemeinsam unterwegs sind. Neben dem Triebwagen 56 von 1927 fährt der als „Pepsi-Bahn“ bekannte GT8K mit. Das Angebot ist kostenlos und richtet sich an alle Fahrgäste, die historische Straßenbahntechnik auf verschiedenen Abschnitten des Freiburger Netzes betrachten, sondern im Einsatz erfahren möchten.
Fahrtstrecke führt vom Rathaus im Stühlinger zur Okenstraße direkt
Die Abfahrtszeit für die Sonderfahrt ist an der Lorettostraße auf 17.04 Uhr festgelegt. In der ersten Fahrphase passieren die historischen Fahrzeuge die Johanneskirche, den Bertoldsbrunnen und den Europaplatz. Danach verläuft die Strecke über Stadttheater, Pressehaus und Am Lindenwäldle. Die Bahnen fahren anschließend über Bollerstaudenstraße und Bissierstraße zum Rathaus im Stühlinger. Von dort führt der Weg zum Zollhallenplatz, zur Hornusstraße und zur Okenstraße. Der Europaplatz steht um 18.21 Uhr im Fahrplan.
Sonderfahrt trennt Führungsgäste und öffentliche Fahrgäste zeitlich klar voneinander
Die erste Stunde der historischen Fahrt ist organisatorisch aufgeteilt. Der Triebwagen 56 dient zunächst als Rahmen für eine Stadtführung, an der nur angemeldete Gäste teilnehmen. Deshalb bleibt seine Mitfahrt für Bürger zwischen 17.04 Uhr und 18.27 Uhr gesperrt. Die Pepsi-Bahn übernimmt währenddessen den frei verfügbaren Personenverkehr auf der Sonderroute. Sobald der Zugverband die Johanneskirche erreicht hat, können Fahrgäste auch in den Triebwagen 56 einsteigen und weiterfahren, kostenlos und ohne Anmeldung.
Abends fährt der Zugverband durch Vauban zum Rathaus Stühlinger
Im Anschluss an die vorherige Innenstadtpassage beginnt um 18.30 Uhr die Fahrt durch Vauban. Der Linienweg umfasst Heinrich-von-Stephan-Straße, Paula-Modersohn-Platz und Innsbrucker Straße. Danach steuern die historischen Straßenbahnen Erbprinzenstraße, Bertoldsbrunnen und Schwabentorbrücke an. Die Musikhochschule ist als Ziel für 19.15 Uhr festgelegt. Von dort verläuft die Rückfahrt über Schwabentorbrücke und Bertoldsbrunnen zum Rathaus im Stühlinger. Anschließend fährt der Verband über die Elsässer Straße weiter bis zur Messe und erschließt zusätzliche Netzabschnitte für Fahrgäste.
Von Moosweiher führt die Strecke über zentrale Haltestellen zurück
Auf die Passage zur Messe folgt die Weiterfahrt über die Elsässer Straße und das Rathaus im Stühlinger zur Paduaallee. Der historische Zugverband erreicht Moosweiher um 20.15 Uhr. Anschließend wird die Rückroute zur Lorettostraße befahren. Sie führt über die Paduaallee, das Rathaus im Stühlinger, den Hauptbahnhof, den Bertoldsbrunnen sowie die Johanneskirche. Die Fahrt endet voraussichtlich um 20.35 Uhr. Neben den genannten Punkten verknüpft der Umlauf Rieselfeld, Brühl, Vauban, Musikhochschule und Messe.
Musikalische Begleitung unterstreicht den besonderen Charakter der technischen Sonderfahrt
Während der Rundfahrt ergänzen musikalische Darbietungen und kleine Geschenke die technische Präsentation. Dadurch entsteht ein feierlicher Rahmen, der die Geschichte der Fahrzeuge zugänglich vermittelt. Der Triebwagen 56 repräsentiert als Baujahr 1927 den Stand der Straßenbahntechnik in den zwanziger Jahren. Mit dem GT8K fährt zugleich ein deutlich jüngeres Fahrzeug mit, das als Pepsi-Bahn bekannt wurde. Die gemeinsame Nutzung des Freiburger Streckennetzes zeigt anschaulich die zeitliche und konstruktive Entwicklung der Straßenbahnfahrzeuge heute.
Die Sonderfahrt verbindet Erinnerungsarbeit mit einem konkreten Angebot für Fahrgäste. Sie ist unentgeltlich und ermöglicht die Mitfahrt in zwei Fahrzeugen, deren Bauart und Entstehungszeit unterschiedliche Kapitel der Freiburger Straßenbahngeschichte abbilden. Auf der langen Route werden viele Teile des Netzes befahren, die im normalen Linienverkehr meist nicht in dieser Reihenfolge verbunden sind. Dadurch entsteht eine umfassende Stadtrundfahrt auf Schienen, die zugleich den 125. Jahrestag des Betriebsbeginns in Freiburg besonders anschaulich würdigt.

