Kfz-Versicherungen für Sportwagen

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Im Jahr 2017 kommen wieder viele interessante Sportwagen-Modelle auf den Markt und manch einer mag mit dem Gedanken spielen, die Gunst der Stunde zu nutzen und sich eine neue Karosserie zuzulegen. Die Anschaffung eines Sportwagens ist zumeist mit ausführlichen vorherigen Überlegungen und einem hohen finanziellen Investment verbunden. Aus diesem Grund ist es wichtig, nicht nur bei der Finanzierung oder Ausstattung genau zu überlegen, sondern auch die passende Versicherung mit derselben Gewissenhaftigkeit auszuwählen, und diese schon bei der Finanzierung in die Überlegungen mit einzuplanen. Neben der klassischen Haftpflichtversicherung sollten in diesem Fall auch Teil- und Vollkaskoversicherung mit Bedacht gewählt werden.

Um den richtigen Anbieter für die Sportwagen-Versicherung zu finden und Preisfallen zu vermeiden, gilt es einige Tipps zu beachten. Jede Versicherung kalkuliert Tarife und Beitragshöhen ein bisschen anders. Letztendlich wird bei der Beurteilung, wie verschiedene Beitragsgruppen und Policen aufgestellt werden sollen, eine lange Liste an Risikomerkmalen sorgfältig geprüft. Ebenso wirken sich das Wettbewerbsumfeld und aktuelle Marketing-Strategien auf die Angebote von Versicherungen aus. Und – nicht zu vergessen – auch persönliche Faktoren des Fahrzeughalters, wie die Berufsgruppe, Alter, Fahrerfahrung oder ob das Auto auf der Straße oder in der Garage parkt, können den Preis einer Versicherungspolice beeinflussen.

 

Um den richtigen Anbieter für die Sportwagen-Versicherung zu finden und Preisfallen zu vermeiden, gilt es einige Tipps zu beachten. Jede Versicherung kalkuliert Tarife und Beitragshöhen ein bisschen anders. (#01)

Um den richtigen Anbieter für die Sportwagen-Versicherung zu finden und Preisfallen zu vermeiden, gilt es einige Tipps zu beachten. Jede Versicherung kalkuliert Tarife und Beitragshöhen ein bisschen anders. (#01)

Bei der Wahl der richtigen Versicherung mit Planung und Sorgfalt vorgehen

Schon bei der Anschaffung eines hochpreisigen Sportwagens sollte damit gerechnet werden, dass zusätzlich überdurchschnittlich hohe Versicherungsprämien anfallen können. Das Unfallrisiko bei einem Sportwagen, der mit Höchstgeschwindigkeiten auf den Straßen unterwegs ist, ist natürlich höher, als bei einem Familienwagen. Hinzu kommen hohe Erstattungsleistungen im Falle eines Schadens, bedingt durch den höheren Wert des Wagens. Im Falle einer Neuanschaffung sollte somit genau verglichen werden. Es empfiehlt sich also etwas Zeit einzuplanen, wenn die Suche nach einer passenden Versicherung für hochpreisige Wagen mit überdurchschnittlicher PS-Zahl ansteht.

Die richtige Versicherung auswählen

Sogenannte Exotenversicherungen, also Versicherungen für Sportwagen, werden von nur wenigen Autoversicherern angeboten. Das Internet bietet jedoch zahlreiche Vergleichsportale, die mit nur wenigen Klicks zur Lösung führen können. Es empfiehlt sich immer mehrere Optionen zu checken, sowohl in Kfz-Versicherungs-Rankings, also auch in Vergleichsportalen. Es gibt spezialisierte Anbieter, die das Risiko nicht scheuen hochpreisige Wagen zu versichern. Doch auch einige übliche Versicherungsanbieter können passende Leistungen anbieten.

Bei der Auswahl der richtigen Versicherung sollte das Hauptaugenmerk nicht nur auf dem Preis liegen. Angebotene Leistungen können stark variieren. Die Kosten sollten für den Verbraucher nur zu etwa 50 Prozent ausschlaggebend sein, ergänzt durch die Bevorzugung eines umfangreichen und kundenfreundlichen Angebots. (#02)

Bei der Auswahl der richtigen Versicherung  für den Sportwagen sollte das Hauptaugenmerk nicht nur auf dem Preis liegen. Angebotene Leistungen können stark variieren. Die Kosten sollten für den Verbraucher nur zu etwa 50 Prozent ausschlaggebend sein, ergänzt durch die Bevorzugung eines umfangreichen und kundenfreundlichen Angebots. (#02)

Die Höhe der Versicherungsprämien ist nicht das einzige Vergleichskriterium

Bei der Auswahl der richtigen Versicherung sollte das Hauptaugenmerk nicht nur auf dem Preis liegen. Angebotene Leistungen können stark variieren. Die Kosten sollten für den Verbraucher nur zu etwa 50 Prozent ausschlaggebend sein, ergänzt durch die Bevorzugung eines umfangreichen und kundenfreundlichen Angebots. Um im Schadensfall nicht vor unerwarteten Kosten zu stehen, sollte das Leistungsportfolio detailliert geprüft werden. Besonders günstige Versicherungen sind häufig an bestimmte Bedingungen geknüpft, wie zum Beispiel die Nutzung bestimmter Werkstätten im Schadensfall. Was aber, wenn Probleme im Ausland auftreten, oder der Transport zu einer der Vertragswerkstätten Unmengen an Geld verschlingen würde?

Ein Billigtarif, bei dem für Schutz bei großer Fahrlässigkeit oder eine Erhöhung der Deckungssumme extra bezahlt werden muss, kann im Endeffekt höhere Kosten verursachen, als ein Anbieter, der sinnvolle Leistungen ohne Mehrpreis anbietet. Hier gilt es, den Tarif mit den fairsten Bedingungen zu finden, der den eigenen Bedürfnissen am nächsten kommt. Und das ist nicht immer der Billigste! Viele Versicherer bieten preiswerte Tarife mit guten Leistungen für Kleinwagen, Limousinen oder sogar Offroader an. Bei Sportwagen gestaltet sich die Auswahl schon schwieriger. Angesichts eines hohen Fahrzeugwertes gilt es einen starken Tarif zu wählen. Billigtarife können zur Einsparung von hunderten von Euros im Jahresbeitrag führen, decken jedoch im Schadensfall oftmals nicht ausreichend ab.

Entscheidende Faktoren für die Höhe der Kaskoversicherung

Bei der Haftpflichtversicherung wird der Unterschied zwischen Sportwagen und zum Beispiel Kleinwagen noch nicht so deutlich. In diesem Fall werden für die Beitragsberechnung zunächst nur Angaben wie das Alter des Fahrers, Fahrpraxis und Schadenfreiheitsklasse für ein Angebot benötigt. Bei der Kaskoberechnung und Kosten für die Selbstbeteiligung sieht es schon anders aus. Die Selbstbeteiligung steigt schnell in den fünfstelligen Bereich, bei einigen Anbietern wird sie auch durch einen konkreten Prozentsatz des Fahrzeugwertes bestimmt. Sportwagen haben eine deutlich höhere Diebstahlrate als beispielsweise ein Familienvan, zusätzlich sind sie häufiger in Unfälle verwickelt.

Entsprechend müssen Versicherungsanbieter sich absichern. Fahrzeugtyp und -klasse sind entscheidend, wenn es um die Beitragshöhe geht. Auch der Familienstand des Autobesitzers hat Einfluss auf Versicherungsbeiträge. Verheiratete Ehepartner mit Kindern punkten durch einen vorsichtigen Fahrstil, was zu einem geringeren Unfallrisiko führt, was wiederum niedrigere Beiträge nach sich zieht. Abzuwägen gilt es ebenfalls, ob sich eine Werkstattbindung lohnt. Dies führt in einigen Fällen zu niedrigeren Versicherungsbeiträgen, kann jedoch beim tatsächlicher Besuch der Vertragswerkstätten zu sehr hohen Kosten führen.

Bei der Haftpflichtversicherung wird der Unterschied zwischen Sportwagen und zum Beispiel Kleinwagen noch nicht so deutlich. In diesem Fall werden für die Beitragsberechnung zunächst nur Angaben wie das Alter des Fahrers, Fahrpraxis und Schadenfreiheitsklasse für ein Angebot benötigt. (#03)

Bei der Haftpflichtversicherung wird der Unterschied zwischen Sportwagen und zum Beispiel Kleinwagen noch nicht so deutlich. In diesem Fall werden für die Beitragsberechnung zunächst nur Angaben wie das Alter des Fahrers, Fahrpraxis und Schadenfreiheitsklasse für ein Angebot benötigt. (#03)

Tarifmerkmale der Kfz-Versicherung

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wertet jedes Jahr die Daten fast aller deutschen Kfz-Versicherungen aus und berechnet die Auswirkungen verschiedener Risikomerkmale:

  • Kilometerleistung im Jahr
  • Typklasse des Wagens
  • Fahrzeugalter bei Erwerb
  • Nutzerkreis
  • Nutzeralter
  • Tarifgruppe der Fahrer
  • Meldeort des Fahrzeugs
  • Selbstbeteiligung bei Kaskoversicherung
  • Anzahl schadenfreier Jahre

Man unterscheidet bei den Tarifmerkmalen zwischen harten und weichen Faktoren. „Harte“ Tarifmerkmale sind Kriterien, welche nicht beeinflusst werden können. Das wären unter anderem Typ- und Regionalklasse, gewerbliche oder private Nutzung, Schadensfreiheitsklasse und Deckungssumme. Ergänzend kommen die „weichen“ Tarifmerkmale hinzu, welche von Versicherungen selbst definiert werden und einen Rabatt mit sich bringen können. Dazu gehört der Stellplatz des Fahrzeugs, Kilometerleistung, Datum der Erstzulassung oder die Berufsgruppe des Fahrers. All diese Faktoren fließen in die Beitragsberechnung für die Versicherung ein.

Das Typklassenverzeichnis

Für die diversen Automodelle auf Deutschlands Straßen gibt es ein Typklassenverzeichnis. Als eines der zahlreichen Tarifmerkmale bei der Berechnung des Versicherungsbeitrages gehört es zu den Fahrzeugmerkmalen, welche vom Versicherungsnehmer mit betrachtet werden sollten. Die Einstufung der Typklassen hängt von der Schaden- und Unfallbilanz eines in Deutschland zugelassenen Automodells ab. Dabei werden die Fahrzeugschäden und Reparaturkosten der vorherigen drei Jahre betrachtet. In diesem Jahr wurden zum Beispiel insbesondere Wagen der Oberklasse und SUVs hochgestuft. Die Typklassen stiegen um bis zu vier Stufen, was zu einer Preiserhöhung von ca. 23 Prozent führte. Allgemein müssen Fahrzeughalter mit PS-starken Autos mit höheren Kosten für die Kfz-Versicherung rechnen als Besitzer leistungsschwacher Fahrzeuge, da die hohe Fahrgeschwindigkeit häufiger zu Unfällen führt.

Regelmäßig prüfen

Durch ein regelmäßiges Prüfen der Versicherungsbeiträge und gegebenenfalls eines Wechsels des Angebots können Autofahrer viel Geld sparen. Üblicherweise bis zum 30. November haben Versicherungsnehmer die Gelegenheit, sich eine neue Kfz-Versicherung für das folgende Jahr zu suchen. Die meisten Policen laufen zum Jahresende aus, somit müsste die Kündigung bis zum 30. November beim Versicherer eingegangen sein. Grundsätzlich sind jedoch Kündigungstermine zum 01.01. eines Jahres, bis Saisonbeginn eines jeden Jahres, oder bis zu einem frei gewählten Datum mitten im Jahr möglich. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel einen Monat zum Kündigungstermin. Es ist empfehlenswert sich rechtzeitig umzusehen, um die Fristen nicht zu verpassen. Die Versicherungskosten können bei Sportwagen und Luxus-Limousinen Jahr für Jahr im drei- bis vierstelligen Betrag differieren. Der jährliche Vergleich kann sich also durchaus lohnen.

 

Die Versicherungskosten können bei Sportwagen und Luxus-Limousinen Jahr für Jahr im drei- bis vierstelligen Betrag differieren. Der jährliche Vergleich kann sich also durchaus lohnen. (#04)

Die Versicherungskosten können bei Sportwagen und Luxus-Limousinen Jahr für Jahr im drei- bis vierstelligen Betrag differieren. Der jährliche Vergleich kann sich also durchaus lohnen. (#04)

Teilkasko oder Vollkasko

Die Wahl der richtigen Versicherung steht an? Dann ist es an der Zeit sich zu überlegen, welche Policen und Leistungen benötigt werden. Die Kfz-Haftpflicht ist obligatorisch, der eigene Wagen ist durch die Haftpflichtversicherung jedoch noch nicht geschützt. Es besteht zusätzlich die freiwillige Möglichkeit eine Voll- oder Teilkaskoversicherung abzuschließen. Die Teilkaskoversicherung zahlt Schäden wie Diebstahl, Brand, Unwetterschäden, Zusammenstöße mit Haarwild, Glasbruch oder Kabelschäden durch Kurzschluss. Erweitern lässt sich das Angebot auf andersartige Schäden durch Tiere oder Folgeschäden. Dies kann bei Abschluss der Police entsprechend ausgewählt werden. Eine Vollkaskoversicherung deckt darüber hinaus noch selbst verschuldete Schäden sowie Vandalismus ab.

Richtig vergleichen

Gut informiert kann es nun an das Vergleichen von Angeboten gehen. Beim Abschluss einer Versicherung gilt es grundsätzlich, wahrheitsgemäße Angaben zu machen. Kleine Schummeleien zum eigenen Vorteil mögen verlockend sein, sind jedoch Betrug. Wird die sogenannte vorvertragliche Anzeigenpflicht verletzt, kann dies eine hohe Geldstrafe nach sich ziehen. Hinzu kommt der Verlust des aktuellen Versicherungsschutzes, zu der Versicherungen häufig noch eine Entschädigung verlangen. Es ist in solchen Fällen schwierig, zukünftig bei anderen Autoversicherungen unter Vertrag genommen zu werden.
Schlussendlich bleibt nur zu sagen: Viel Erfolg bei der Wahl der richtigen Kfz-Versicherung!


BIldnachweis:©Shutterstock-Titelbild:betto rodrigues -#01: Rasstock -#02:Karasev Victor  -#03.Rob Wilson_-#04: reezuan



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Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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