Elektroauto CityEL: eine Alternative zu Anderen?

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Es ist nicht nur das sparsamste Serienfahrzeug sondern auch das meistverkaufte Elektroauto Europas: das Elektroauto CityEL. Die Erfolgsstory begann 1987 in Dänemark. Heute, im Jahr 2016, gibt es für die City kein praktischeres Fahrzeug als den CityEL. Doch worin liegen genau seine Vorteile und was sind die Unterschiede zu anderen Elektroautos?

Elektroauto CityEL: Geschichte eines Erfolgsmodells

Die Erfolgsgeschichte des Elektroautos CityEL, ein dreirädriges Leichtfahrzeug mit Elektroantrieb, begann Ende der 80er-Jahre im hohen Norden Europas. 1987 entwickelte die dänische Firma EL-Trans AS ein Fahrzeug, das erstmalig nur für den Stadtverkehr geschaffen wurde: klein, praktisch, komfortabel. Es erschien unter dem Namen Mini-EL und konnte sich (noch) nicht so richtig durchsetzen.

 

Es ist nicht nur das sparsamste Serienfahrzeug sondern auch das meistverkaufte Elektroauto Europas: das Elektroauto CityEL. (#01)

Es ist nicht nur das sparsamste Serienfahrzeug sondern auch das meistverkaufte Elektroauto Europas: das Elektroauto CityEL. (#01)

Das änderte sich ab den 90er-Jahren: EL-Trans AS wurde von einem deutschen Investor übernommen und die Produktion 1991 ins bayerische Aub verlegt. Und: die Technik des Elektroautos, das mittlerweile CityEL hieß, wurde verbessert, vor allem das Batterien- und Ladesystem. Die Folge: der Mini EL fand im Laufe der Jahre reißenden Absatz und zählt heute, 2016, als das meistverkaufte Elektroauto sowie das beliebteste, mit Strom betriebene Fahrzeug Europas.

 

All diejenigen, die häufiger Kurzstrecken zurücklegen müssen – ob zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Abholen der Kinder – kommen als Zielgruppe für das Elektroauto. (#02)

All diejenigen, die häufiger Kurzstrecken zurücklegen müssen – ob zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Abholen der Kinder – kommen als Zielgruppe für das Elektroauto. (#02)

Vorteile Elektroauto: CityEL gut für Umwelt – und die Nerven

All diejenigen, die häufiger Kurzstrecken zurücklegen müssen – ob zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Abholen der Kinder – kommen als Zielgruppe für das Elektroauto CityEL am ehesten in Frage. Denn für diesen Zweck wurde der Mini EL ursprünglich entwickelt: mit dem CityEL sollte man auf bequeme Art und Weise kurze, meist über die Innenstadt führende Strecken zurücklegen sowie schnelle bzw. kurzfristige Erledigungen, tätigen können. Und auch Ressourcen-sparend sollten die Fahrten von statten gehen.

 

Der im Elektroauto integrierte Scheibenläufermotor sowie die Blei-Vlies-Batterien, sorgen für einen geringen Energieverbrauch und dafür, dass das mobile Gefährt keinerlei CO2 ausstößt.(#03)

Der im Elektroauto integrierte Scheibenläufermotor sowie die Blei-Vlies-Batterien, sorgen für einen geringen Energieverbrauch und dafür, dass das mobile Gefährt keinerlei CO2 ausstößt.(#03)

 

Der im Elektroauto integrierte Scheibenläufermotor sowie die Blei-Vlies-Batterien, sorgen für einen geringen Energieverbrauch und dafür, dass das mobile Gefährt keinerlei CO2 ausstößt. Der Motor vom Elektroauto CityEL ist für den Stop-and-Go-Verkehr in der Innenstadt perfekt ausgelegt. Und er ist wesentlich wirtschaftlicher als der Verbrennungsmotor in einem herkömmlichen, mit Kraftstoff betriebenen Fahrzeug. Aber nicht nur die Umwelt freut sich über den flinken Mini (Spitzengeschwindigkeit bis zu rund 65 km/h) mit den geringen Unterhaltskosten.
Auch den eigenen Nerven tut das Elektroauto für die City gut.

Vor allem wenn es mal wieder darum geht, in der dichten, gedrängten und hektischen Innenstadt, einen Parkplatz zu finden. Das unterscheidet das Elektroauto City EL auch nochmals von anderen, ebenfalls Batterie-betriebenen Fahrzeugen: es ist mit einer Länge von nur rund 2,8 m und einer Breite von gerade einmal ca. 1 m derart kompakt und schmal, dass es in jede noch so enge und schmale Parklücke passt. Vorbei also die Zeiten, in denen man erst – unter höchster Anspannung und Dauerstress – stundenlang nach dem passenden Parkplatz suchen musste.

Heute gibt es das Elektroauto CityEL in ganz unterschiedlichen Modellen und Ausführungen, mit mannigfaltigen Ladetechniken, Antrieben und Batterien. (#04)

Heute gibt es das Elektroauto CityEL in ganz unterschiedlichen Modellen und Ausführungen, mit mannigfaltigen Ladetechniken, Antrieben und Batterien. (#04)

Wegen hoher Nachfrage: Angebot von Elektroauto CityEL gestiegen

Heute gibt es das Elektroauto CityEL in ganz unterschiedlichen Modellen und Ausführungen, mit mannigfaltigen Ladetechniken, Antrieben und Batterien. Ob Modelle mit einer Spitzengeschwindigkeit von 45, 57 oder 63 km/h, ob mit Lithium- oder Blei-Vlies-Batterie: Die Hersteller trugen der gestiegenen Nachfrage seit den 90er-Jahren Rechnung: über 6000 Elektrofahrzeuge vom Typ CityEL sind heute auf den Straßen unterwegs.

Je besser und fortschrittlicher die Technik wurde, desto mehr Produkte wurden verkauft. Auch dank der modernen Lithium-Batterien sowie des passenden Batteriemanagementsystems. Die Vorteile: diese Batterien halten länger (bis zu 120 km) als die Vorgänger und sind zudem wesentlich leichter als älteren Blei-Batterien.

Ganz allgemein gilt: je leistungsfähiger und hochwertiger das Ladegerät und die Batterie, desto schneller ist das Fahrzeug aufgeladen. Und: das Elektroauto CityEL kann im Sommer – quasi – auch als Mini-Cabrio dienen. Das Fahrzeug gibt es nämlich sowohl mit festem bzw. geschlossenem als auch mit aufklappbarem Dach.


Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild:slavun-#01: pgottschalk-#02:malajscy-#03:Eisenhans -#04:Michael Flippo



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Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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