Tesla will stärker vom Daimler-Einkauf profitieren +++ Mitte Juni läuft der 1,5-millionste Mini vom Band

04.06.2009 | Stuttgart
Exklusiv aus auto motor und sport Heft 13/2009, Erscheinungstag: 4. Juni 2009

Tesla will stärker vom Daimler-Einkauf profitieren

Roadster ausverkauft - Europa-Vertrieb startet im Juni - Service-Mobile sollen von Mercedes gekauft werden - Profitabel ab 3. Quartal 2009

Stuttgart. Der Elektro-Roadster des amerikanischen Herstellers Tesla, an dem Daimler Mitte Mai neun Prozent der Anteile übernommen hat, ist nach Aussage von CEO Elon Musk praktisch ausverkauft. "Unser Roadster ist fast ausverkauft, das heißt, wir werden dieses Jahr unsere volle Produktionskapazität von rund 1.000 Einheiten verkaufen. Die Lieferzeiten liegen schon bei fünf Monaten", sagte Musk dem Magazin auto motor und sport. Der Elektro-Roadster auf Lotus Elise-Basis kostet 110.000 US-Dollar.

Auch das neue Modell S, eine Limousine in der Größe der E-Klasse, die 2011 auf den Markt kommt und mit einem Einstiegspreis von 50.000 Dollar deutlich günstiger sein wird, stößt bereits jetzt auf reges Interesse. "In den zwei Monaten, seit wir den Prototypen zum ersten Mal gezeigt haben, haben wir rund 1.000 Reservierungen aus den USA und Europa erhalten", so Musk. Die Kunden hätten bereits mindestens 5.000 Dollar angezahlt."

In das Modell S werde Tesla rund 400 Millionen Dollar investieren. Auf Daimler-Technik könne Tesla bei dem Modell S allerdings kaum noch zurück greifen. "Wir werden für das Modell S keine Mercedes-Plattform übernehmen, wie in manchen Medien spekuliert, denn die Entwicklung ist schon zu weit fortgeschritten", so Musk. "Aber wir werden einige Komponenten aus der Mercedes-Einkaufs-Pipeline nutzen, was die Kosten drücken wird, wie zum Beispiel Klimaanlagen, Bremsen und viele anderen Komponenten, die nichts mit dem Elektroantrieb zu tun haben."

Der Tesla-Vertrieb in Europa wird laut Musk wie geplant in diesem Monat beginnen mit dem ersten Handelsbetrieb in London. Im Sommer eröffnen die Handelshäuser in München und Monaco. Geplant sind weitere Standorte in Zürich, Norddeutschland und Nordeuropa. Bislang hat Tesla nur zwei Händler in Kalifornien. Bis Ende 2011 sollen es in Europa und den USA 50 Händler sein. Unterstützt werden diese von einer Flotte von Service-Mobilen der Marke Mercedes, die sogar direkt beim Kunden vorfahren. Über die genaue Anzahl wollte sich Musk noch nicht äußern. In Europa sieht Musk nach den USA den wichtigsten Markt. "Wir erhoffen uns, ein Drittel unseres Absatzes in Europa zu machen, vielleicht sogar 40 Prozent. Dieses Jahr gehen wir noch von 240 Verkäufen aus."

"Ab dem dritten Quartal werden wir profitabel sein", sagt Musk zur Gewinn- und Verlustsituation des kalifornischen Unternehmens mit seinen 450 Mitarbeitern. Für dieses oder das nächste Gesamtjahr wollte Musk keine Aussage zur Profitabilität treffen.

Das komplette Interview lesen Sie auf www.auto-motor-und-sport.de

Mitte Juni läuft der 1,5-millionste Mini vom Band

Armbrecht: Trotz Absatz-Rückgang kein Stellenabbau in Oxford - Auch 2009 positiver Ergebnisbeitrag

München. BMW wird voraussichtlich Mitte Juni den 1,5-millionsten Mini in Oxford seit der Vorstellung des ersten Mini unter BMW-Regie im Jahr 2000 produzieren. Das sagte Mini-Chef Wolfgang Armbrecht dem Magazin auto motor und sport. "Ja, und wir sind stolz darauf, diese Marke von 1,5 Millionen Einheiten nach nur acht Jahren seit Relaunch erreicht zu haben. Denn damit bestätigt sich erneut, dass wir nach der Übernahme im Jahr 1994 den richtigen Weg gegangen sind." Den Erfolg des Mini erklärt Armbrecht damit, dass BMW "die Substanz der Marke" erhalten habe. "Wir haben sie behutsam neu interpretiert und sie stärker im Premiumsegment verankert."

Die vierte Baureihe der Marke, sprich der für 2010 geplante Crossover, soll nach auto motor und sport-Informationen mittelfristig rund ein Viertel des Mini-Absatzes ausmachen. Wie das Modellportfolio der Marke sich darüber hinaus entwickeln könnte, will Mini nach Informationen von auto motor und sport bereits auf der IAA im September präsentieren - mit Konzeptmodelle wie einem zweisitzigen Mini-Roadster.

Konstant bleiben wird trotz des Absatzrückgangs von rund 20 Prozent in den ersten vier Monaten des Jahres die Belegschaft im Mini-Werk Oxford. Ein Stellenabbau sei nicht geplant. "Nein. Unsere Kernmannschaft bleibt weiter stabil. Das gilt auch für das Werk Oxford und seinen Kern von etwa 3.000 Mitarbeitern." Keine Gefahr sieht Armbrecht, dass Mini aufgrund des schwächeren Absatzes ins Minus rutschen könnte. "Natürlich" werde Mini auch 2009 einen positiven Ergebnisbeitrag liefern, so Armbrecht.

Das komplette Interview lesen Sie auf www.auto-motor-und-sport.de

Quelle: Pressemeldung Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG

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