Präsident Obama und der Klimawandel
Das Jahr 2009 wird ein sehr wichtiges für die Themen Klimawandel, Umwelt
und alternative Energien werden. So wird zum Beispiel in Kopenhagen der Nachfolger des Kyoto-Protokolls verhandelt werden und damit die Weichen für die weitere Ausrichtung der globalen Klimapolitik weg von fossilen Energieträgern hin zu neueren und sauberen Energiequellen gestellt werden. Bisher haben sich die Vereinigten Staaten von Amerika bei vielen dieser internationalen Gelegenheiten, wie zum Beispiel bei den Verhandlungen zum Kyoto-Protokoll, eher zurückgehalten bzw. diese sogar behindert. Mit der Wahl von Barack Obama zum neuen Präsident scheint sich dies nun zu ändern. Seine Ankündigung, in den nächsten zehn Jahren 150 Milliarden US-Dollar investieren zu wollen, um den Klimawandel zu bekämpfen, lässt eine klare Veränderung der Energie- und Umweltpolitik der USA erkennen. Ein deutliches Signal an die Welt stellt dabei auch die Ernennung von Steven Chu zum neuen Energieminister dar. Obama scheint sich der Probleme bewusst zu sein, die vom Klimawandel, aber auch von der Abhängigkeit der USA von ausländischem Öl ausgehen. Für diese Probleme müssen schnell Lösungen gefunden werden und das geplante Konjunkturprogramm Obamas wird zu einem hohen Tempo beitragen.
Eines der Ziele Obamas ist es, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 (im Wesentlichen handelt es sich dabei um CO2) auf 80 Prozent des Volumens desJahres 1990 zu reduzieren. Um diesen Plan umzusetzen, will er zum einen in neue und alternative Energieformen investieren, zum anderen ein Emissionshandelssystem aufbauen, in dem Verschmutzungsrechte versteigert werden. Ein Teil der Erlöse aus diesem System, ungefähr 15 Milliarden Dollar, sollen in die Entwicklung sauberer und alternativer Energien, die Verbesserung der Energieeffizienz sowie in die nächste Generation von Biosprit und umweltschonenderen Fahrzeugen investiert werden. Zudem will er bis zum Jahr 2012 den Anteil erneuerbarer Energien an der Energieversorgung der USA unter anderem mittels der verstärkten Verwendung von Solar-, Wind-und geotermischer Energie deutlich ausbauen.
Auch auf kurze Sicht hat der neue Präsident einige hoffnungsvolle Versprechen gemacht. Zum Beispiel soll die Energieeffizienz von Millionen von Privathaushalten verbessert werden. Zudem strebt er für die USA ein Minimum von einer Million hybrid-betriebenen Autos bis zum Jahr 2015 an. Mittels dieser Technik sind die Autos in der Lage erhebliche Mengen Kraftstoff einzusparen und bis zu 60 Kilometer mit einem Liter Benzin oder Diesel zu fahren. Um mit gutem Beispiel voranzugehen, wird das Weiße Haus seinen Fuhrpark komplett auf Fahrzeuge mit Hybridantrieb umstellen.
Viel wichtiger als die geplanten Maßnahmen ist aber vielleicht die Botschaft, die Präsident Obama damit sendet. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger stellt Obama das Thema der globalen Erderwärmung ganz nach oben auf seiner Prioritätenliste. In seinem Bestreben den Klimawandel zu bekämpfen, ist es sein Ziel, die USA, die derzeit nur auf Platz 22 der energieeffizientesten Länder der Welt stehen, zum Vorreiter in Sachen Klimapolitik zu machen und zudem eine führende Rolle bei den internationalen Klimakonferenzen zu spielen. Die Regierung will zudem Anreize schaffen, dass Unternehmen mehr in erneuerbare Energien investieren. Neben der Hoffnung auf Millionen zusätzlicher Arbeitsplätze durch diese Investitionen führt die Teilnahme eines großen Landes wie der USA an der globalen Klimapolitik auch zur Skaleneffekten und Innovationen. Diese leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, erneuerbare Energien effektiver und kostengünstiger zu machen. Das wird das Wachstumstempo in diesem Sektor stark erhöhen. Anleger, die in den Delta Lloyd L Water & Climate Fund (ISIN LU0269461587) investieren, können von diesen guten Aussichten profitieren, denn der Fonds investiert in zahlreiche amerikanische Unternehmen, die an Technologien, Produkten und Dienstleistungen rund um das Thema erneuerbare Energien arbeiten.
Zwei Beispiele dafür sind zum einen First Solar, Inc., der größte Anbieter von auf Glas aufgebrachten dünnen Solarfilmen. Das Unternehmen hat die niedrigsten Kosten pro Watt in der gesamten Industrie. Zum anderen Itron, der führende Anbieter von Stromzählern. Das Unternehmen wird davon profitieren, dass immer mehr Versorger in intelligente Vorrichtungen zur Verbrauchsmessung investieren. Diese besseren Stromzähler könnten die Anbieter mit mehr Information in Bezug auf Verbrauch sowie Kosten versorgen und helfen die Nachfrage nach Elektrizität besser zu regeln.
Quelle: Pressemeldung Delta Lloyd Deutschland AG
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