Die BMW Group und Vattenfall Europe zeigen Alltagstauglichkeit von Elektromobilität
In einer bislang einzigartigen wissenschaftlichen Begleitstudie wurden Daten zum Nutzungsverhalten gesammelt und ausgewertet.
Projekte in Berlin, USA und Großbritannien
Gemeinsam mit den MINI E Feldversuchen in den USA und Großbritannien ist das Berliner Projekt Teil der weltweit größten wissenschaftlichen Praxisstudie zur E-Mobilität. BMW und Vattenfall präsentierten heute die wesentlichen Ergebnisse dieser Studie. Diese werden auch allen politischen Entscheidungsträgern in Deutschland und anderen Ländern zugänglich gemacht, um die Diskussion über die richtige politische Flankierung des Einstiegs in elektrisches Fahren zu unterstützen.
Unter der Leitung des Verkehrsforschungsexperten Prof. Dr. Josef F. Krems (Technische Universität Chemnitz) wurden zum einen objektiv messbare Daten wie beispielsweise Nutzungsdauer, Ladedauer oder Ladezeitpunkt ermittelt. Darüber hinaus spielten auch subjektive Daten eine wichtige Rolle, so zum Beispiel die Erwartungen der Nutzer und weitere Potentiale, aber auch die Beschränkungen von Elektromobilität im Alltag.
Elektromobilität: Im urbanen Raum eine alltagstaugliche Lösung
Erste Ergebnisse der Studie nach sechs Monaten Nutzungsdauer belegen, dass sich die Teilnehmer in den allermeisten Fällen in ihrem gewohnten Mobilitätsverhalten durch die beschränkte Reichweite nicht beeinträchtigt sehen. "Die Auswertung zeigt, dass Elektromobilität auf dem Niveau des heutigen MINI E schon jetzt weitestgehend alltagstauglich ist", betonte Dr. Thomas Becker, Leiter Politik der BMW Group. Darüber hinaus stellen die notwendigen Ladezeiten des MINI E für die Nutzer keine Einschränkung dar. In der Zielgruppe, also Großstadtbevölkerung mit Kleinwagen, ist die Nutzung eines MINI E mit der eines konventionellen Fahrzeugs vergleichbar. Der Vergleich mit dem typischen Nutzungsverhalten eines 5er BMW zeigt aber auch, dass E-Mobilität nicht für alle Arten von Mobilitätsanforderungen gleichermaßen geeignet ist. Es kommt deshalb darauf an, die Märkte zuerst dort zu entwickeln, wo die Voraussetzungen am besten sind, also in Städten. Gleichzeitig muss man E-Mobilität als ein Element eines künftigen Mobilitätssystems mit mehreren Kraftstoffen (Fossile Kraftstoffe, Biokraftstoffe, Strom, Wasserstoff usw.) und Antriebssystemen (Elektro- und Verbrennungsmotor, Plug-In-Hybride usw.) sehen und jeweils für unterschiedliche Anforderungen um die beste Lösung konkurrieren.
Windstrom im Fokus
Die Mehrheit der Nutzer spricht sich für die Verbindung von nachhaltigem Fahrspaß und neuer Technologie aus. Die Kunden wollen wissen, wie der Strom fürs Fahren erzeugt wird. Sie nehmen elektrisches Fahren anders wahr als konventionelles, nämlich als Gesamtsystem aus Fahrzeug, Infrastruktur und Energieerzeugung. "Wir laden die Fahrzeuge primär dann, wenn wir viel Windstrom zur Verfügung haben. Dieses gesteuerte Laden macht es möglich, die schwankende Einspeisung von Windkraft ökologisch bestmöglich auszunutzen und die Fahrzeuge emissionsfrei mit grünem Strom zu versorgen", unterstrich Dr. Oliver Weinmann, Leiter Innovationsmanagement bei Vattenfall.
Laden: Bevorzugt zuhause
Bei der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur zeichnet sich ab, dass die Nutzer in erster Linie Ladesäulen in der Nähe ihres Arbeitsplatzes, in öffentlichen Parkgaragen, an Verkehrsknotenpunkten wie Bahnhöfen und Flughäfen beziehungsweise in Einkaufszentren bevorzugen. Der Großteil des geladenen Stroms wird aber zuhause an der Wohnung geladen und ermöglicht den Testnutzern schon jetzt eine alltagstaugliche Mobilität. Das ist wichtig für die anstehenden politischen Diskussionen: "Es geht darum, dass der Staat an der richtigen Stelle fördert. Dazu gehört, die Infrastruktur dort aufzubauen, wo die Kunden sie wirklich brauchen." so Becker und Weinmann.
Zum Projekt
"MINI E Berlin powered by Vattenfall" ist ein Gemeinschaftsprojekt von Vattenfall Europe und der BMW Group zur Einführung des emissionsfreien Autofahrens und des dafür erforderlichen Infrastrukturaufbaus. Bei dem Projekt in der Hauptstadt handelt es sich um das erste realisierte Elektromobilitätsprojekt in Berlin. Das Vorhaben wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert. Der MINI E erzeugt lokal keinerlei CO2 Emissionen. Um die gesamte Wertschöpfungskette für das Projekt CO2 neutral zu gestalten, liefert Vattenfall Europe zertifizierten "grünen" Strom. Geladen werden kann entweder an öffentlich zugänglichen Ladesäulen, den sog. Autostrom Stationen oder bei den MINI E-Nutzern zu Hause mit Hilfe einer Autostrom Box.
Quelle: Pressemeldung BMW AG
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