Bosch, DEUTZ und Eberspächer gründen

09.12.2009 | Stuttgart
Die Robert Bosch GmbH, die DEUTZ AG und die Eberspächer GmbH & Co. KG haben am 9. Dezember 2009 einen Vertrag zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens im Bereich der Diesel-Abgasnachbehandlung unterzeichnet.

Das Joint Venture soll unter dem Namen "Bosch Emission Systems GmbH & Co. KG" firmieren und seinen Sitz in Stuttgart haben. Die kartellbehördliche Zustimmung steht noch aus. Ziel ist es, die Kernkompetenzen der drei beteiligten Firmen in der Abgasnachbehandlung zu nutzen und nach dem Baukastenprinzip komplette Systemlösungen für Bau- und Landmaschinen sowie für Nutzfahrzeuge anzubieten. Diese Gesamtsysteme umfassen die elektronische Steuerung und bei Bedarf auch die Brennertechnologie zur Regeneration von Dieselpartikelfiltern. Das neue Unternehmen soll im Januar 2010 die Arbeit aufnehmen. Die Serienfertigung wird voraussichtlich im dritten Quartal anlaufen.

"Wir wollen Bosch Emission Systems als technologisch führenden Anbieter von Gesamtsystemen zur Diesel-Abgasnachbehandlung auf dem Weltmarkt etablieren. Da in Europa, Nordamerika und Japan künftig - non-road wie on-road - deutlich strengere Grenzwerte gelten, wird die Nachfrage nach Abgasnachbehandlungssystemen stark anwachsen. Das gilt auch für mobile Arbeitsmaschinen und Nutzfahrzeuge, die aus den so genannten BRIC-Staaten dorthin exportiert werden", erklärt Dr. Gerhard Turner, Vorsitzender des Bereichsvorstands des Bosch-Geschäftsbereichs Diesel Systems. Zielgruppe sind Motoren- und Maschinenhersteller auf der ganzen Welt. Das Angebot ist zugeschnitten auf mobile Arbeitsmaschinen wie Bagger, Radlader, Traktoren und Mähdrescher sowie auf stationäre Anlagen. Weiteres Einsatzgebiet sind Nutzfahrzeuge wie Lastwagen und Busse.

Technologisch beruht das Konzept auf einem Baukasten-Prinzip: Aus einem großen Pool von Standard-Komponenten entsteht für jedes Fahrzeug und jede Maschine ein maßgeschneidertes System zur Abgasnachbehandlung. "Als Motorenhersteller haben wir uns einen Namen mit kundenindividuellen Lösungen gemacht. Dieses wichtige Applikations-Know-how bringen wir jetzt in das Joint Venture ein und investieren damit nicht nur in unsere eigenen Produkte sondern auch in den rasch wachsenden Markt für Abgasnachbehandlungssysteme", hebt Gino Mario Biondi, Technikvorstand der DEUTZ AG, hervor.

In der fast ausschließlichen Verwendung von Standardteilen sehen die drei Joint Venture Partner einen klaren Wettbewerbsvorteil im Hinblick auf Kosten, Entwicklungs- und Validierungszeiten. Auch die notwendige Flexibilität wird gewährleistet: So kann der knappe Bauraum in mobilen Maschinen durch eine individuelle Verrohrung optimal genutzt werden.

"Mit dem Baukasten-Angebot schließt Bosch Emission Systems eine wichtige Marktlücke. Es kommt überall dort zum Tragen, wo der Aufwand für eine individuelle Entwicklung, wie wir sie aus der Nutzfahrzeug-Großserie kennen, zu hoch ist", erklärt Dr. Thomas Wünsche, Geschäftsführer Eberspächer Abgastechnik.

Zum Start werden rund 100 Mitarbeiter aus den beteiligten Unternehmen bei Bosch Emission Systems tätig sein. Am Stammsitz in Stuttgart sollen Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung angesiedelt werden. "Bosch Emission Systems ist ein eigenständiges Unternehmen und arbeitet absolut unabhängig von den Muttergesellschaften. Wir werden von Beginn an für hohe Qualität stehen, weil die übernommenen Mitarbeiter über umfangreiche Erfahrung und Anwendungskompetenz bei unterschiedlichsten Applikationen verfügen", betont Wolfgang Albrecht, Bosch-Projektleiter und designierter Geschäftsführer von Bosch Emission Systems.

Quelle: Pressemeldung Robert Bosch GmbH

Dieser Beitrag wurde bisher 132 mal gelesen.
(Rang 123 auf sportwagen-infos.de)

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

Online-Kfz-Tarifrechner von CosmosDirekt ausgezeichnet

21.11.2011 | Die internationale Agentur für interaktive Medien und Kommunikation Fonda bewertet den Tarifrechner von...

weiter in Online-Kfz-Tarifrechner von ...

M+S-Winterreifen seit 2010 zwingend vorgeschrieben

28.09.2011 | Gothaer prüft im Schadenfall, ob eine Gefahrerhöhung vorliegt. Seit letztem Jahr ist der Ansturm der...

weiter in M+S-Winterreifen seit 2010 zwingend ...

Volkswagen öffnet auf der IAA Fenster in die Zukunft

13.09.2011 | Weltpremieren von gleich sechs New Small Family Studien

weiter in Volkswagen öffnet auf der IAA ...

Initiative gegen die tägliche Preistreiberei an den Tankstellen

26.05.2011 | Das Bundeskartellamt hat am Donnerstag seinen Abschlussbericht zur "Sektorenuntersuchung Kraftstoffe"...

weiter in Initiative gegen die tägliche ...

Helm auf! Gut behütet in die Fahrradsaison

19.04.2011 | Fahrradfahrer leben riskant: Rund 71.000 Radler verunglückten laut statistischem Bundesamt vergangenes Jahr im...

weiter in Helm auf! Gut behütet in die ...



Aktuelles

Ab 2012 wieder Förderung für Rußpartikelfilter vom BAFA

Wer sein Dieselfahrzeug mit einem Partikelfilter nachrüstet,...

weiter ...

Gebündelte Kompetenz bei Fahrzeugfolien

Neue 3M Abteilung "Vehicle Film Solutions"

weiter ...

Neuigkeiten

Clarion auf der Motorshow 2011

Clarion wird mit einem exklusiven Stand auf der Essener...

weiter ...

Weitere Themen

Sportwagen und Ihre Arbeitswerkzeuge!

Jeder der gerne und häufig an seinem Sportwagen bastelt und...

weiter ...

Die Adern des Automobils

Spritzguss per WIT bei Teklas für medienführende Leitungen...

weiter ...

Verschiedenes

Online- Kfz- Tarifrechner von CosmosDirekt ausgezeichnet

Die internationale Agentur für interaktive Medien und...

weiter ...

M+S- Winterreifen seit 2010 zwingend vorgeschrieben

Gothaer prüft im Schadenfall, ob eine Gefahrerhöhung...

weiter ...